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Gedankenstriptease und Geburtstage

Die Sonne scheint durch mein Panoramafenster im Wohnzimmer und wärmt meine blanken Füße. Eine kitzelnde, angenehme Wärme, die momentan aus irgendeinem Grund das i-Tüpfelchen zu sein scheint, um einen wirklich perfekten Moment auszumachen. Solche Momente zeichnen sich für gewöhnlich dadurch aus, dass alles am richtigen Platz ist und alles so läuft, wie ich mir das vorher in meinem Kopf genauestens ausgemalt habe. Draußen ist es noch recht ruhig, nur die Vögel sind zu hören, der erste Kaffee des Tages steht auf meiner Sofalehne und Absynthe Minded hallen jazzig-leicht aus den Lautsprechern. A schälft noch wein Weilchen länger in meinem Bett und ich werde sie wahrscheinlich sehr bald mit Frühstück aus eben diesem locken.

Aber noch ist es nicht so weit, denn dieser Moment der stillen Perfektion muss ausgekostet werden, der letzte als 22-Jähriger. Morgen heißt es dann wieder, Glückwünsche von allen Seiten entgegenzunehmen, so als ob es eine besondere Leistung wäre, älter zu werden. Besonders interessant ist zu beobachten, wie alle möglichen Leute aus ihren Löchern hervorkommen und einem das allerbeste Wünschen. Vorzugsweise natürlich über neue Kommunikationsmedien, wie StudiVZ, Facebook und Co. Das ist schnell, unkompliziert und so gottverdammt hip vernetzt. Bei den meisten bin ich mir sicher, dass sie mit mir seit drei bis fünf Jahren nicht mehr persönlich gesprochen haben, geschweige denn wissen, was mich bewegt und wie ich mein Leben gestalte. Nicht, dass ich es Irgendjemandem übel nehmen würde, ist natürlich auch schwierig, 300 "Freunde" täglich online zu verwalten. Durchschnittlich bedeutet das ja knapp sechs Geburtstage pro Woche, wer soll da schon noch mithalten?!

Geburtstag zu haben, bedeutet aber auch, dass wieder ein Jahr in meiner kleinen Küstenstadt vergangen ist. Ein Jahr zusammen mit A, mit guten Freunden, mit Arbeit und Studium. Letzteres neigt sich langsam dem Ende zu und die Übernahmezusage meines Unternehmens flatterte gestern per Post bei mir ein. Bald wird es also ernst, Arbeit und Geld warten. Mal schauen, ob und wie lange mich diese Kombination tatsächlich interessieren wird. Zumindest habe ich so die idealen Voraussetzungen geschaffen, wieder auf Reisen zu gehen und die vielen weißen Flecken meiner persönlichen Landkarte auszufüllen.

So oder so ähnlich sehen zumindest momenten die Gedanken eines noch 22-Jährigen aus. Irgendwie scheint die Rechnung mit dem Leben aufzugehen, meint Ihr nicht auch? Ich lehn' mich jedenfalls erstmal beruhigt zurück und warte auf die 23, halbgare Glückwunschwellen und das Leben.

18.4.10 10:22
 


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